Englische Homeland-Security sucht nach den Hackern von East Anglia
Die wie immer bestens informierten “Wattsupwiththat” haben bei der Polizei in Norfolk nach dem Sachstand des East Anglia gefragt. Dort wurde im November ein Server von Klimaforschern gehackt und die danach von Unbekannten veröffentlichten Daten haben den Begriff “Climategate” geprägt.
Das Ergebnis ist erstaunlich! Neben der örtlichen Polizeibehörde geht jetzt in erster Linie das “National Domestic Extremism Team” der Sache nach. Laut Wikipedia handelt es sich um eine englische Polizeieinheit, die in Fällen von Extremismus in England ermitteln soll. Dabei arbeiten sie mit den Spezialisten der Staatsanwaltschaft in UK zusammen, die darauf spezialisiert sind.
In Deutschland – wiedermal Danke Wikipedia – ist Extremismus wie folgt definiert:
“Gruppen, die sie dem äußersten Rand des politischen Spektrums zuordnen. Der Begriff ersetzte bzw. steigerte den bis dahin gebräuchlichen Begriff des Radikalismus und soll Gegner der freiheitlichen demokratischen Grundordnung (FDGO) erfassen.
In der Politikwissenschaft sind Definition und Anwendbarkeit des Extremismusbegriffs umstritten.”
Soweit, so merkwürdig. Wenn die britische Regierung den Datenhack so hoch einstuft, dass sie eine Gefahr für die freiheitliche Grundordnung sieht, ist das bemerkenswert. Wo aber ist der Bezug zur Klimaveränderung und der Relevanz der gehackten Daten? East Anglia ist sicher ein staatliches Institut, aber wird bei jedem Viren- oder Trojanerangriff auf eine UK-Universität auch gleich die britische Homeland-Security eingeschaltet? Das sollte mich wundern.
