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Bonus für die HRE-Manager? Lieber mehr als weniger!

Sie sind eine hochqualifizierte Fachkraft, begehrt in ihrem Markt und wissen was Sie wollen. Da kommt ein Unternehmen auf Sie zu, das eigentlich schon pleite ist, wenig Zukunftsperspektiven hat, am Tropf des Staats und der Steuergelder hängt und will Sie unbedingt einstellen. Schlagen Sie sofort zu? Ich auch nicht. Ausser der Risikozuschlag in Form von Gehalt und Bonus stimmt. Dann vielleicht.

So verhält es sich auch mit dem Milliardengrab HRE. Wer bei einer solchen Firma bleibt, sich nicht verändert, oder sogar dort einsteigt muss gute Nerven, ein gesundes Gott- und Selbstvertrauen und bestens ausgestatteten Anstellungsvertrag bekommen. Wie Frank Zappa sagte: “I am only in it for the money!”.

Für Unternehmen in schwierigen Situationen ist das keine leichte Entscheidung. Entweder sie versuchen sich mit dritt- und viertklassigen Angstellten durchzuwursteln, wohl wissend, dass es äußerst schwer wird, mit diesen Ressourcen den Turnaround zu schaffen. Oder sie gehen die Gefahr ein, sich Schelte von Eignern und dem Restpersonal einzufangen und stellen einige richtige Cracks ein, die wissen, wie man den Job richtig macht.

Bei HRE ist das Bonuspaket im Vergleich zum Gesamtdeckel des Unternehmens ja auch vernachlässigbar. 25 Mio. Euro an Bonuszahlungen, wo erst letzte Woche die Regierung per Telefonkonferenz eine dringend nötige Soforthilfe von über 40 Mrd. Euro gewährt hat. Im Verhältnis gesehen sind diese 0,6% nicht mal eine Meldung in der Tagespresse wert.

Amerikanische Banken beweisen übrigens, dass man mit Topbonuszahlungen die Leute anwerben und halten kann die helfen, das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Das muss man in Deutschland erst noch lernen.